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"... Da wo er wohnt und zeichnet, würdigte er ... das
Schlampige, Achtlose, Primitive und dazu Ursprüngliche. Ohne das typisch
Malerische eines Landstrichs wiedergeben zu wollen, drückt er sich in
einer subtilen Zeichensprache aus, die er auch durch Aquarell aufbaut. Er
findet Strukturen von Strichen und Flecken: mit Stoffresten, aus Stäben,
Ästchen, Bindfaden, Gips und Draht - er setzt Objekte zusammen, die stark
fragmentarisch wirken. Man kann verfolgen, wie das Objekt entstanden ist, wie
das Material seinen richtigen Platz im Ganzen gefunden hat. Der zuweilen
gebrechliche Zustand der Vollendung solch eines Objektes verrät
nichtsdestoweniger den Ernst, mit dem dieser Außenseiter in der Kunst
aktiv ist." Jan Zumbrink, Haarlem 1984
Hier ist nicht ein
Künstler an der Arbeit, der in unverbindlichen großen Gesten seine
Produktionen auf das Papier bringt, sonderen einer, der sich eher kleinlich
darum bemüht, mit seinen Zeichen den treffenden Ausdruck zu finden ... Die
Arbeiten sind zum Teil von einer Zeichenhaftigkeit, die keine direkte Beziehung
auf die Realität mehr nötig hat, zum Teil springt die Beziehung zur
Wirklichkeit, etwa zu einer Landschaft, unmittelbar in die Augen. Bernhard
Gervink, Münster 1988
Eine Symbiose von Gewachsenem und Gemachtem,
von Natur und Rationalität entsteht, ein Programm, das weit über die
Kunst hinausgeht... Diethelm Röhnisch, Wesel 1991
Bei der
Schaffung solcher Objekte folgt Jochen Duckwitz nicht etwa einem vorher
skizzierten Plan - sie ergeben sich durch die allmähliche Addition der
vorgefundenen Elemente nach organischen Prinzipien. Voluntaristisch ist nur der
Abbruch des Prozesses, die Entscheidung, ein Objekt für fertig, d. h.
"ausgewachsen" zu erklären. Dennoch ergibt diese Vielfalt keine
eigentlichen Werkphasen bei Jochen Duckwitz - es ist mehr ein variierendes
Kreisen um ein zentrales Thema - die Nach- und Neuschöpfung der Welt als
Poesie. Volker Neuhaus, Köln 1996 |